(N)Ice (N)Ice Baby – An Neujahr zum Seekarkreuz

Der Wecker klingelt. Es ist 6:30 Uhr an Neujahr! Die Vorfreude auf einen Tag in den Bergen ist gerade in diesem Moment fast noch nicht vorhanden – zum Schluss siegt sie doch! Ausgerüstet mit Stöcken, Mützen, Stirnlampen & Co. sowie u.a. verproviantiert mit heißem Nepalesischem Himalaya-Tee geht es durch das noch silvester-trunkene und tief schlafende München zur Donnersberger Brücke! 

München am Neujahrstag im Nebel

München am Neujahrstag im Nebel


Innerhalb einer Stunde sind wir in Lenggries. Regierte in der Landeshauptstadt noch der Nebel, so begrüßt uns das Voralpenland mit strahlend blauen Himmel und Sonne pur! Doch, wie schon fast erwartet, entwickelt sich unsere erste richtige Winter-Wanderung eher zu einer kalten Herbst-Wanderung. Bis zur Hohenburg begleitet uns schneidend kalter Wind. Von dort starten wir unseren Aufstieg bei bestem Winterwanderwetter – das einzige was fehlt ist schlichtweg der Schnee. 

Ohne Schnee: Sieht so eine Winterwanderung aus?

Sieht so eine Winterwanderung aus?


Selbst die auf der anderen Stadtseite gelegenen, mit Kunstschnee beschneiten Abfahrtspisten weisen große braune Lücken auf! Nach ca. 2,5 Stunden – von denen wir tatsächlich ca. die letzte 3/4-Stunde auf einer wechselweise dünnen Schnee- und Eisdecke laufen – erreichen wir die Lenggrieser Hütte. Sowohl die Hütte als auch die Sonnenterrasse sind komplett mit Wanderern gefüllt. 
Auf dem Weg zum Gipfel des Seekarkreuz

Auf dem Weg zum Gipfel des Seekarkreuz

 

Wir entscheiden uns für einen kurzen Zwischenstop auf der sonnengefluteten Hüttenterrasse, um noch den Gipfelsturm zum Seekarkreuz zu wagen und unsere 1000 Höhenmeter voll zu machen. 35 Minuten und 300 Höhenmeter später sind wir oben und dieser 360 Grad-Panoramablick-Blick ist überwältigend, definitiv mehr wert als jeder Silvesterkater und entschädigt nebenbei für die 4 Eis-Stürze, die wir heute hinlegen! Ich verliere mit 3:1 Stürzen auf Rucksack, Po und Knie. 

Der Blick vom Seekarkreuz

Der Blick vom Seekarkreuz

Der Blick vom Seekarkreuz

Der Blick vom Seekarkreuz

 

Beim Abstieg über die Grasleite sind wir in unserem Element – durch Wald, über Stöcke, und Wurzeln stürzen wir die 700 Höhenmeter in nicht einmal 1 1/4-Stunden bis zum Lenggrieser Bahnhof nach unten – nicht ohne dabei auf alte Bekannte aus Nepal, unsere heißgeliebten Stufen zu treffen. 

Nicht nur in Nepal: Stufen auf dem Wanderweg nach Lenggries

Stufen auf dem Wanderweg nach Lenggries


Diese kleine Reise nach ‚der großen Reise‘ wecken definitiv die Vorfreude auf weitere (Winterwander-)Touren und ein erlebnisreiches 2017! 

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