Vielen gilt Antigua, das eigentlich Antigua Guatemala heißt, als DIE schönste Kolonialstadt Zentral-und Südamerikas. Die Spanier gründeten die Stadt im Jahre 1543. Nach mehreren Erdbeben, die die Stadt in starke Mitleidenschaft gezogen hatten, wurde Guatemalas Hauptstadt im 18. Jahrhundert um ca. 45 km verlegt, wo das heutige Guatemala City entstand! Heute ist Antigua vor allem Guatemalas mondänste Stadt, die jedes Jahr von einer Vielzahl Touristen besucht wird. Egal ob Sprachschüler, Aussteiger, Backpacker oder Pauschaltourist: nahezu jeder erliegt dem Charme dieses kolonialen Farbtupfers in der grünen Vulkanlandschaft Guatemalas. Antigua kann man auf viele Weisen ‘erfahren’ – vor allem muss man es erlaufen, um es auf sich wirken lassen zu können. Parallel, zu viele Sehenswürdigkeiten, Touristen, coole Cafés oder Souvenir-Läden verklären den Blick für’s Wesentliche. Der Reiz Antigua’s liegt wohl eher in seiner Unaufgeregtheit – und das trotz Touristen, einheimischen Marktschreiern sowie der durchaus komplizierten Verkehrsführung, die aus einem Sammelsurium aus Einbahnstraßen nach dem Schachtelprinzip verwirrt. Vor allem die einheimischen Bewohner Anziguas, neugierig sowie freundlich, erden die Stadt. Die vielen Details – sei es die Nutzung der allgegenwärtigen Gitter als Balkon, Hundeauslauf oder Wäscheaufbewahrung, die aus Wänden & Dächern sprießenden Pflanzen oder schlichtweg die Farben der meist recht gut erhaltenen Kolonialhäuser, die alle fast wie bewusst drappiert wirken, sind das ‚(Farb-)Tüpfelchen auf dem i‘. Wer mit offenen Augen durch Antigua spaziert wird dort so viele Details, Kontraste und Kreativität entdecken, die vielleicht ganze Bildbände füllen könnten. Nicht selten erwischt man sich hier bei dem Gedanken, Guatemala zu wünschen, es könne insgesamt mehr wie Antigua sein. Einen kleinen Einblick in die Anmut Antigua’s könnt ihr hier finden.





















Tips:
- Antigua muss man erlaufen. Selbst wenn man manche Straßen bereits mehrfach passiert hat, macht das rein gar nix, denn dank Vulkanen, Wolkenspielen, Licht und den Einheimischen ist fast jeder Moment anders
- Der Aussichtspunkt Cerro de la Cruz bietet einen der schönsten direkten Ausblicke auf Antigua – genauso die Earth Lodge, ca. 15 Minuten Autofahrt von Antigua entfernt
- Den Parque Central zum Sonnenuntergang vom Rathaus-Balkon beobachten und dazu einer Altherren-Marimba-Band zuhören
- Im Hotel Chez Juanca übernachten. Einen besseren Balkonblick auf La Merced und den Vulkan Fuego als aus Zimmer Nummer 4 gibt es wohl kaum (ausgenommen vielleicht ein Zimmer mit Aussicht auf der Earth Lodge)
- Ein typisch guatemaltekisches Mittagessen im Tienda La Canche. Keine Berührungsängste! Das Pepian ist wirklich gut, hausgemacht und günstig!
- Das Café Union in der 6a Calle Oriente – großartige Smoothies und guter Kaffee
- Das Fußballstadion Estadio Pensativo dürfte für Fußballfans eine Offenbarung sein
- Gebt den wirklich Armen, die offensichtlich nicht mehr arbeiten können, da sie ggf. ein Handicap haben, eine Kleinigkeit. Schon 20 Quetzal (ca. 2€) helfen.