The sun is shining… the weather is sweet… diese Worte von Bob Marley passen wohl perfekt zu unserem Gefühl, als wir am Morgen nach unserer Ankunft auf der kleinen belizischen Insel Caye Caulker (ausgesprochen Key Corker) unsere Fenster zur schallenden Raggae-Musik öffnen und die Sonne uns begrüsst. Karibik-Feeling pur!
Belize hat uns vom ersten Moment an eingenommen! Zunächst waren wir nach unserer Ankunft aus Mexiko in Belize City noch etwas verunsichert. Die Hauptstadt ist nicht gerade bekannt für ihre zimperlichen Einwohner und schon auf der Anfahrt zum Busbahnhof fallen einem einige zwielichtige Gestalten, eine Vielzahl an Stacheldrahtzäunen – auch um baufällige Häuser – und Ladenlokale, die nur aus vergitterten Fenstern durch Öffnungen, die kleiner sind als ein A4-Blatt, ihre Speisen verkaufen, auf. Zugleich prägt Belize City die Vielfalt an Farben, die Lage direkt am Meer und eine Dauerbeschallung mit entspannter musikalischer Untermalung.
Spätestens als wir nach unserer Ankunft in Belize City ins Taxi unseres singenden Fahrers steigen, ist der Bann gebrochen. Mit seinem jamaikanisch anmutenden Südstaatenenglisch und seiner charmanten Art zerstreut „Teddybear“ (so der Name unseres Taxifahrers mit dem Claim „Teddybear is the one who care..“) jegliche Sorgen und schmettert stattdessen ein paar Karaokehits im besten Gospelsound durch sein Gefährt und sorgt somit für eine erlebnisreiche Fahrt zum Pier.
Von dort aus machen wir uns direkt auf den Weg nach Caye Caulker. Die kleine Insel ist als Backpacker-Paradies bekannt und auch darauf ausgerichtet. Im Sonnenuntergang nehmen wir die Fähre und geniessen die rumpelige einstündige Fahrt bei heftigem Wind und entsprechendem Seegang sehr! Begleitet werden wir auf dem Oberdeck von einem jungen Einheimischen, der sich ebensowenig von den Wetterverhältnissen beeindrucken lässt und stattdessend im Sitzen tanzend seine Musik genießt.
In Caye Caulker angekommen, bleibt vom rauhen Wetter nur noch eine kühle Brise und wir erfahren, das wir genau die richtige Zeit abgepasst haben, da genau an dem Tag der letzte Regen von einem heftigem Hurricane mit 3 Tage anhaltendem Dauerregen runterging und die Insel in Teilen komplett unter Wasser stand.
… the sun is shining… Nicht nur durch das dann perfekt startende Wetter am nächsten Tag, sondern vor allem durch die allseits spürbare Leichtigkeit, Entspanntheit, Freundlichkeit und Offenheit der Einheimischen fühlen wir uns sofort wohl. „Go slow, Caye Caulker“, so der Slogan der Insel an jeder Ecke, ist allseits spürbar und wir geniessen das spezielle karibische Feeling.
Ob auf einer Fahrradtour über die 16 km2 große Insel, bei Cocktails am sogenannten Split – dem Strandersatz auf der Insel -, Beobachtung des Sonnenuntergangs, oder beim einstündigen Prozess der Bargeldbeschaffung – das Tempo bleibt gemächlich, Reggeasound begleitet uns von morgens bis abends (überraschenderweise ohne uns auf die Nerven zu fallen), selbst Flip Flops sind zu viel Fußbekleidung, Schaukeln & Hängematten auf der Insel werden zu unseren Lieblingsorten und das Lächeln auf unseren Lippen will einfach nicht weichen.
Caye Caulker – ein wirklich ganz spezielles Fleckchen Erde – das wir so schnell nicht vergessen werden. Belize it or not!
Tipps
Fry Jacks in Errolyn’s House – Eine Vielzahl an möglichen Kombinationen, unschlagbar günstig und einfach megalecker!

Frühstück im Amor y Cafe: einfach beschde!
Frischen Fisch und Meeresfrüchte im Rose’s – das Menü steht vor dem Restaurant zum aussuchen parat!
Dinner und/oder Drinks zum Sonnenuntergang im Little Kitchen, die Inhaberin – eine einheimische Grannie (Maggie) kocht stets frisch und sehr sehr lecker – Wartezeiten sind dabei normal!

Cold Brew Café, Iced Café oder Cauppuciono im Ice & Beans – sehr guter Kaffee und tolles Personal!
Yoga-Classes nahe Bluebird Café – entweder morgens zum Sunrise oder Abends zum Sunset – mit wunderschönem Blick im dritten Stock!

Fahrradtour, Kayak fahren und schnorcheln: absolute Must-Do’s auf der Insel. Insbesondere das Schnorcheln im Blue Water Reef, das als das zweitgrösste Reef nach dem Great Barrier Reef gilt, ist einmalig!
Anti-Tipps
Split – der Strandersatz der Insel hat uns persönlich nicht so umgehauen.
Taxi fahren – die als Taxi nutzbaren Golfcarts (Autos gibt es auf der Insel keine) mögen komfortabel erscheinen, aufgrund der kleinen Größe der Insel und der hügeligen „Strassen“ ist das Vorankommen zu Fuß oder mit dem Fahrrad aus unserer Sicht aber auf jeden Fall zu bevorzugen.















