1986 – zur Fußballweltmeisterschaft in Mexiko – sang der Schlagerbarde Peter Alexander bereits darüber: ‘Mexiko, mi amor’. Viele inhaltlich relevante Ansatzpunkte gibt Peter Alexanders Song, den er zusammen mit der Deutschen Nationalmannschaft eingesungen hat, nicht her! Was bleibt nun also für uns nach den ersten 3 vollen Tagen Mexiko?
Sieht man sich das Mexiko-Klischee an, so stehen hier Sonne, Maya-Tempel, Kriminalität, Tequila und viel zu würtziges Essen mit Maismehlfladen a la Tortillas, Tacos, Enchiladas & Co! Tex-Mex-Restaurants sowie Reisekataloge verkaufen v.a. diesen (kulinarischen) Fokus. Natürlich ist unser Eindruck vor allem durch das touristisch-erwachende Tulum auf der Halbinsel Yucatan geprägt. Unsere Tulum-Tipps finden sich am Ende des Artikels. Auf der Yucatan-Halbinsel begrüßt uns jedoch sowohl bei Ankunft als auch nach dem ersten Aufwachen in der Strand-Cabana grau-trister Nordseehimmel, eine steife Brise und Oktober-gemäßer Dauerregen!

Regen, Regen, Regen… unser erster Tag in Mexiko begrüßt uns mit klassischem, Deutschem Oktoberwetter
Nach bereits wenigen Stunden kann man sogar die kleinsten Stärke-Unterschiede im Dauerregen ausmachen, um abzuschätzen, ob es lohnt, sich aus der Unterkunft zu wagen oder mit dem Fahrrad – dem wichtigsten Verkehrsmittel in Tulum – eine Entdeckungstour zu drehen. Dennoch gewinnt zum Schluss (wie fast immer) der Regen! Die Besichtigung der so pittoreske und perfekt in die karibische Küste eingebetteten Maya-Ruinen von Tulum erleben wir trotz Regenschutz vollkommen durchnässt – und leider ohne das perfekte türkis-blaue Meer aus dem Reisekatalog, dafür aber mit einem Hauch weniger Touristen.

Ein Reise-Blog sowie -Katalog-Klassiker: Tulum liegt auch bei schlechtem Wetter perfekt eingebettet an der karibischen Atlantikküste
V.a. unsere Heimfahrt mit dem Fahrrad gerät zum Abenteuer: mit einem Kaffeebecher in der Hand sowie nur einer Stirnlampe für uns zwei Radfahrer geht es im absoluten Dunkeln ohne Straßenbeleuchtung auf teilweise bis zu 50 cm unter Wasser stehenden gut ausgebauten Fahrradwegen 8 km lang nach Hause.
Wie bei so vielen anderen Reisenden können auch wir in Mexiko keinen besonderen Hang zu Kriminalität ausmachen, was natürlich auch an den vielen mobilen Streifen sowie Stationen der ‘Policia Municipal’ liegen kann. Selbst der klassische Touri-Nepp bleibt uns erspart! Stattdessen überraschen uns die Freundlichkeit, Ruhe sowie die Neugierde der Menschen sogar etwas. Lärm, Krach und Aufregung – Fehlanzeige! Die Mexikaner sind mehrheitlich einfach ruhige und angenehme Zeitgenossen mit einer Vorliebe für BegrüßIngen a la: “Amigo, que tal?!’ Mit einem Taxifahrer sprechen wir in einem wirren Mix aus Spanisch und Englisch über die Unterschiede des Lebens in Europa und Mexiko. Dasselbe Spiel jedoch rein auf Spanisch erleben wir in einem Restaurant nahe der beeindruckenden und wohl noch nicht komplett ausgegrabenen Maya-Ruinen von Cobá, in dem es mit ‘Cochinita Pibil’ und ‘Lime Soup’ das erste mal richtig authentische Maya-Kost gab. Die Würze fügt man, zumindest war das unsere Erfahrung, dem Essen selbst zu – also ähnlich wie in Südostasien. Insbesondere die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen – scharf, salzig und sauer – machen den besonderen Geschmack der vielleicht echten mexikanischen (Yucatan-) Küche aus.
Genauso heissblütig wie in Deutschland wird dagegen auch in Mexiko über ‘futból’ diskutiert. Und das Fußball mal wieder Menschen verbindet zeigt eine ‘Fachdiskussion’ mit dem italienischen Besitzer unseres Hotels in Tulum – einem bekennenden AS Rom-Fan, der sich von und nach den üblichen Empfehlungshinweisen auf TripAdvisor & Co mit den Worten ‘Forza Roma’ zu seinem AS Rom-Fanclub-Treffen zum Spiel gegen den FC Crotone verabschiedet.
Wir sind bereits jetzt gespannt, was der zweite Teil von Mexiko – das westliche Yucatan – in ca. 10 bis 12 Tagen – für uns bereit hält! Bis dahin heißt es für uns Adios México, hasta luego amigo!
Tipps:
– Taceria El Nero mir grandiosen Fast Food Tacos! Kleine Portionen, dafür unschlagbar günstig mit guten Dips.
– Frühstück und Smoothies im Burrito Amor: (fast ein OpenAir-)Coffee Shop wie in Europa aber mit grandiosen Ei-Gerichten sowie hausgemachten, mexikanischen Dips. Auch Smoothies und Kaffee sind sehr zu empfehlen.
– Restaurant Xaibe direkt hinter dem Parkplatz an den Maya-Ruinen von Cobà
– Die Grand Cenote mit vielen Fischen und Schildkröten! Nie war das Tauchen in Höhlen besser und erfrischender. Unbedingt genug Zeit (mind. 1 Stunde) und Taucherbrillen mitnehmen. Die Cenote schließt bereits um 16:45!
– Die Maya-Ruinen von Cobá und Tulum! Highlight ist vielleicht der Aufstieg auf den Nohoch Mul inkl. dem Blick auf den Dschungel, wir empfehlen auch im Park Fahrräder zu mieten – so macht es einfach mehr Spaß!
– Mit dem Fahrrad durch Tulum und v.a. die Strand-Promenade entdecken! Hier gibt es so viel zu entdecken: Cafés, Snacks, alles!
– Ein früher Strandspaziergang am Strand von Tulum! Schuhe aus und S(tr)and genießen!
– Übernachtung in einer typischen Cabana am Strand – einfach ein tolles Erlebnis, z.B. im Coco Tulum







